Blitzschutz und Metall Pröpster schließt die Expansion in Deining ab. Der Blick gilt nun dem Standort Neumarkt.
Seit die Neumarkter Firma Pröpster 2014 einen zusätzlichen Standort in Deinings Gewerbegebiet Tauernfeld begründet hat, ist er sukzessive gewachsen. Und während wegen der Corona-Krise viele Unternehmen auf die Sparbremse drücken, vollendet der Blitzschutzexperte gerade den Bau zwei weiterer Hallen.
„Es war von großer Wichtigkeit, ein zweites, stabiles Standbein zu haben, um den wachsenden Anforderungen in unserem Betrieb Sicherheit und Perspektive zu verleihen“, erklärt der Geschäftsführer von Blitzschutz - und Erdungsmaterial Pröpster, Dr. hc. Johann Pröpster.
Sechs neue Hallen errichtet
Auf 60 000 Quadratmetern sind Produktions- und Lagerhallen entstanden. In den Jahren 2015 bis 2017 waren zunächst vier Doppelhallen mit einer Nutzfläche von 16 000 Quadratmetern errichtet worden. Zwei weitere Hallen, die ausschließlich der Produktion dienen, mit insgesamt 4000 Quadratmetern stehen nun kurz vor ihrer Fertigstellung. „Mit dieser Erweiterung haben wir uns im wahrsten Sinne des Wortes betrieblich Luft verschafft und haben nun sowohl in Sachen Produktion und Lagerkapazität Planungssicherheit, so Dr. Pröpster.
Jetzt könne er sich wieder in vollem Umfange bereits genehmigten Planungen in Neumarkt widmen. „Stillstand ist Rückschritt“, sagt der Unternehmer. Es gelte, ständig innovativ zu handeln, um den immer größer werdenden Anforderungen auf dem Markt gerecht zu werden. Aber auch die Sicherheit der Arbeitsplätze stehe permanent im Fokus der Bemühungen.
„So hat der Begriff ,Familienbetrieb’ auch bei mittlerweile 140 Mitarbeitern am Standort Neumarkt und den zwölf im Zweigwerk Frankenberg (Sachsen), nichts an seiner Bedeutung verloren“, bekräftigt Dr. Pröpster die Firmenphilosophie. Die hat sein Vater 1979, als Ein-Mann-Betrieb begründet – und sie habe immer noch Bestand.
Dieses in den vergangenen Wochen oft zitierte, „Wir-Gefühl“ habe im Hause Pröpster dazu beigetragen, die aktuelle Krisenzeit unbeschadet zu meistern. Sowohl in Verwaltung als auch in den Bereichen Konstruktion und Fertigung hätten die Mitarbeiter zwar krisenbedingt geringere als im Tarifvertrag verankerte Arbeitszeiten geleistet. Doch die Firmenleitung habe trotzdem den vollen Lohn gezahlt – allerdings ohne staatliche Hilfen, so Dr. Pröpster.
Stolz auf die Mitarbeiter
„Dies war uns eine Verpflichtung, denn ohne unseren engagierten Mitarbeiterstab wären wir nicht handlungsfähig“, ergänzt der Seniorchef. „Just in Time, war nie das Thema und ein volles Lager meine oberste Prämisse. Diese Philosophie hat sich wie schon in der Wirtschaftskrise 2009 bestätigt.“ So sei es möglich gewesen, die vergangenen zehn Wochen unbeschadet überstehen und sogar noch die Bauarbeiten in Deining problemlos fortführen.
Mittlerweile ist das 70. Patent und Gebrauchsmuster des Seniorchefs auf dem Weg, und der Ideenreichtum des 82-Jährigen scheint unerschöpflich. Auch der in der Firma kreierte, sicherheitsrelevante Hinweis: Blitzschutz ist vorbeugender Brandschutz habe nun Anerkennung gefunden und sei auf dem Weg, Gesetz zu werden, sagt der Seniorchef.
In einem nächsten Schritt soll auf dem Werksgelände in Neumarkt an der Regensburger Straße eine Halle, die nicht mehr den Anforderungen entspricht, abgerissen und durch zwei modernere, größere Hallen ersetzt werden.
(Quelle: Mittelbayerische Zeitung Ausgabe 19.05.2020 Autor: Hans Peter Gleisenberg)