Go Wolves Go

NEUMARKT. „Go Wolves Go“! So wird es vom kommenden Samstag an wieder über das Sportgelände des SV Höhenberg schallen, wenn der riesige Wolfskopf am nordöstlichen Bereich des Sportplatzes vor dem Spiel gegen die Jokers Hof, das heimische American – Football – Team der American Wolves Neumarkt förmlich ausspuckt. Und zum Ritual gehört auch, dass zwei Betreuer mit der Wolves Fahne die Spitze bilden. Schon dieses Spektakel wäre eigentlich Grund genug, sich ein Spiel auf „Höhe 111“, anzusehen. Dazu kommt noch, dass die Wolves erstmals, nach dem Aufstieg im letzten Spätsommer, in der Bayernliga dem „Pigskin“ so nennt man das Spielgerät im American Football, nachjagen werden. 

Der Vorsitzende der Wolves, Dennis Gehrmann, der auch auf dem Platz als Quarterback seines Team die Nummer „1“ trägt, erzählte im Gespräch mit unserer Zeitung von einer zeitaufwendigen, aber auch logistisch – technisch, anspruchsvollen Vorbereitung auf die Spielzeit, um eine Liga höher bestehen zu können: „Es war schon wichtig, dass die Zeitspanne zwischen Meisterschaft und Start in die neue Saison groß war, denn so konnten wir uns sowohl in Sachen Trainer und auch der Neugestaltung des Teams mit der nötigen Sorgfalt zu Werke gehen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn mit Jose - Matias Rico konnten wir einen erfahrenen Head – Coach gewinnen, der über viel Erfahrung auf und neben dem Platz, er war auch Euro - League und Bundesliga – Profi“ so Gehrmann. 

Insgesamt umfasst das Trainerteam zehn Übungsleiter, die in den verschiedenen Gruppen das Team betreuen und die Qualität fördern werden, war weiter zu hören. Gehrmann hakte hier wieder ein und zeigte auf, dass der Anspruch in der Bayernliga wesentlich höher ist und hier wollen sich die Neumarkter Footballer in jeder Hinsicht noch professioneller präsentieren. Das Meisterteam hat sich nur wenig verändert und umfasst laut dem Quarterback, 47 Spieler. Mit Noah Grundmann hat zwar nur ein Spieler das Team verlassen, den es wieder in die Bundesliga zieht. Es konnte aber adäquater Ersatz gefunden werden, denn Neuzugang Lenno Reinhardt verfügt ebenfalls über Bundesligaerfahrung. 

Ansonsten wurde das Team punktuell verstärkt, denn so Gehrmann weiter, ist eine Ersatzbank, gefüllt mit Qualität aber auch in ausreichender Anzahl, unerlässlich. Ausführungen zu den Zielen macht dann der Head – Coach, der argentinisch-italienischer Abstammung ist, und diese südländische Mischung, ist bekannter maßen mit viel Emotionalität, aber auch in Sachen Motivation, ausgestattet. Rico machte gleich einmal klar wo er hin will: „Mein Ziel ist es, den „Winning Record“ zu holen, was in der Footballer Sprach soviel heißt, mehr als die Hälfte der Ligaspiele zu gewinnen. Dazu braucht es Teamgeist und „Wir“ Gefühl und diesem Ziel gehört neben der sportlichen Weiterentwicklung der Mannschaft, mein großes Augenmerk“, so sein Statement. Dem Coach und Gehrmann ist aber auch klar, dass das Leistungsniveau in der Bayernliga schon wesentlich höher ist. Hier spielen so gaben Rico und Gehrmann Auskunft auch Team die schon Regionalliga Luft geschnuppert oder zumindest ans Tor dieser Liga geklopft haben. „Das Fehler passieren, liegt in der Natur eines jeden Sports, aber diese zu minimieren, ist unser erklärtes Ziel, so Gehrmann weiter. 

Neben den Neumarkt Wolves spielen noch die: Aschaffenburg Stalions, Bamberg Buck, Erlangen Sharks, Hemhofen Gechers, Jokers Hof, Neustadt Falcons Nürnberg Hawks und die Schweinfurt Chargers in der Bayernliga. Es gibt eine Liga Nord und eine Liga Süd und die beiden Ligaersten spielen dann um den Bayern Liga – Titel. Dennis Gehrmann zeigte dann noch auf, wie viele ehrenamtliche Helfer notwendig sind um den Spielbetrieb schultern zu können. Doch auch das Zusammenspiel mit dem SV Höhenberg hob er hervor, das nach wie vor Einwandfrei sei. Aber auch finanzielle Unterstützung ist unerlässlich, sein Dank galt allen Sponsoren, allen voran der Fa. Blitzschutz Pröpster, die sich außerordentlich um die Belange der Wolves bemüht. So ist am Samstag um 15 Uhr Anpfiff und die Wolves hoffen auf viel Fans, die wie beim American Football üblich, auch über das sportliche hinaus, für Groß und Klein gute Unterhaltung bieten. (ngl)

(Text: Hans Peter Gleisenberg)