NEUMARKT. Auf der „Höhe 111“ waren am Samstag, im wahrsten Sinne des Wortes die Wölfe los, denn das American Footballteam der Neumarkt Wolves, absolvierte seine erste Partie in der Landesliga gegen die Maniacs aus Ingolstadt und verbuchte mit 49:0 einen wahren Kantersieg und glänzenden Einstand in der Landesliga. Der Saisonauftakt wurde zum Riesenspektakel, denn zum einen verstanden es die Macher der Wolves, um ihren Chef und Quarterback, Dennis Gehrmann, der sowohl auf, als auch neben dem Platz alles bestens zu organisieren weiß und wurden aber auch von den Fans nicht im Stich gelassen. Alles in allem bevölkerten gut 500 Footballfans, aber auch solche, die es erst noch werden wollen, das Gelände beim SV Höhenberg. Beim Betreten wurden sie vom überlebensgroßen Maskottchen in der Footballarena begrüßt. Den Neulingen fielen die veränderten und erhöhten Tore, sowie eine aufwendige Linierung ins Auge. Diese Linien, im zehn Yard Abstand gezogen sind Markierungen, die für das Spiel eine wichtige Grundlage bedeuten.
Alle aber zog der riesige, graue Wolfskopf, der dekorativ in Szene gesetzt war, in seinen Bann. Aber auch ein dekorativer Fanartikel-Shop und ein „Food Truck“ fehlte bei den Wolves nicht. Ein weiterer, durchaus positiver Aspekt ist auch der günstige Eintrittspreis von nur drei Euro. Sieht man da auf den betriebenen Aufwand, seinen Zuschauern und Fans etwas zu bieten, so ist diese Summe am untersten Level angesetzt. Hier lobte der Stadionsprecher das Engagement der Neumarkter Geschäftswelt, die sich im Sponsoring stark eingebracht habe und diesen reibungslosen Start ermöglichte. Allen voran Hauptsponsor Johann Pröpster jun., der auf dem Platz vom riesigen Wolfsmaskottchen herzlich begrüßt und zu dem „Der mit dem Wolf tanzt“ gekürt wurde. Auch Oberbürgermeister Thomas Thumann ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein und auch Tochter Valentina und Sohn Alexander waren mit von der Partie: „American Football ist sicher eine Bereicherung für unsere sportliche Vielfalt und wir als Stadt werden die Bemühungen fördern. Gut, dass hier in Höhenberg so eine tolle Anlage zur Verfügung steht“ so der OB. Auch der Bundesligaschiri Gerhard Wagner wohnte dem Spiel bei.
Unsere Zeitung führte viele Gespräche mit Zuschauern und da wurde deutlich, dass man sich von der Werbung in den Medien schon animieren ließ, sich auch mal einer neuen Sportart die Ehre zu geben und über den Tellerrand zu blicken. „Das wollten wir einmal Live sehen und wir haben es nicht bereut“ so der Kommentar vieler junger und auch älterer Zuschauer in ihren Aussagen. Lucy Rätsch, deren Freund als Cornerback auf dem Feld steht, hatte zwei Bekannte mitgebracht, die sich, nach eigenem Bekunden, prächtig unterhielten. Als der „Wolves“ Kopf dann zunächst die Turnmädels des SV Höhenberg, die auch als Cheerleader fungierten und die Spieler der Wolves, mit launigen Sprüchen des Stadionsprechers, förmlich ausspuckte, kannte die Begeisterung keine Grenze. Als erstes kam natürlich Quarterback Dennis Gehrmann aufs Feld, aber auch Headcoach Heiko Müller und sein Team wurden „ausgespuckt“ und herzlich begrüßt. Insgesamt fünf Schiedsrichter und einige „Yard – Helfer“ waren nötig um die Partie ordnungsgemäß über die Runden zu bringen.
Die Wolves unter der Regie von Dennis Gehrmann überzeugten auf der ganzen Linie und schon nach wenigen Minuten der historische Moment des ersten „Touchdown“ der Vereinsgeschichte durch Noah Grundmann. Auch im weiteren Verlauf war kaum brauchbares von den Maniacs (nach eigenem Bekunden, „Die Narrischen“ genannt) zu sehen. „Die anderen Gegner in der Gruppe werden es uns sicherlich nicht so einfach machen, so Gehrmann, dem man bei dieser Aussage aber auch anmerkte, dass er sich das schon wünscht. Alles in allem eine mehr als gelungene Premiere und die Fans konnten hoch zufrieden mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck, nachhause gehen. Insgesamt dürfen sich alte und neue Fans dieses tollen Sports auf noch vier weitere Heimspiele in dieser Saison freuen. (ngl)
(Foto und Text: Hans Peter Gleisenberg)